Mein Tagebuch zur Halbmarathon-Vorbereitung Teil 2

Ninas Lauftagebuch zur Halbmarathon-Vorbereitung 

 

Tag 70 – oh und da war er – der Schweinehund

 

Diese Woche lief nichts zusammen. War die ganze Zeit schlapp und müde, so dass es mich jeden Trainingstag Überwindung gekostet hat raus zu gehen. Jedes Mal diese Diskussionen mit dem Schweinehund „oh es ist doch kalt draußen und regnet, bleib doch lieber auf der Couch in der warmen Decke“ ich: „aber ich muss doch laufen, der Halbmarathon ist bald“ usw. usw. letztendlich habe ich zwar immer gewonnen, da ich mein Ziel nicht aus den Augen verlieren will, aber heute war der schlimmste Lauf, den ich bisher hatte. Es war kalt, hat genieselt und ich habe mich durch jeden der 9 km durchgekämpft. So bin ich aber auch gelaufen, von Kilometer zu Kilometer. Laut Plan sollten es heute 12km sein – ich habe mir aber dann am Anfang des Laufs kein Ziel gesetzt und war am Ende überrascht, dass es doch 9 km waren. Wieder zu Hause angekommen habe ich mich aber so schlecht gefühlt, da der Lauf einfach nicht lief (im wahrsten Sinne). Das kann man schlecht erklären, aber man fühlt sich ein wenig, als hätte man versagt, weil man eigentlich 12km laufen wollte. Hat man ja aber eigentlich nicht – man ist ja immerhin gelaufen. Naja. Solche Tage gibt es. Was mir dann oft hilft ist Musik. Ich laufe nicht immer aber ab und zu mit Musik. Persönlich Vorlieben habe ich jedoch nicht – einmal quer durch die Bank von Hip Hop, 90er, Pop/Rock zu Alternative und wieder zurück, Hauptsache es macht Spaß J Wenn z.B. ein unmögliches Lied aus den 90ern läuft muss ich immer lachen und zack geht das Laufen wieder etwas besser.

 

Tag 93 – Mal mit dem Essen beschäftigen

 

Also das Laufen klappt wieder besser – meine Motivation ist vollkommen zurück und ich bin bereit für die restliche Vorbereitung. Habe mir sogar freiwillig eine Bahn gesucht um auch am Wochenende Bahntraining machen zu können, wenn ich es unter der Woche nicht zur MTG geschafft habe. Verrückt – ich hasse Bahntraining nämlich – aber was muss, muss…

Auch meine Ernährung habe ich ab jetzt etwas im Blick. Bei den letzten beiden HM ist mir nämlich aufgefallen, dass ich immer „zugelegt“ habe, anstatt abzunehmen oder Gewicht zu halten, was man ja eigentlich meinen sollte bei regelmäßigen Ausdauersport und Krafttraining. Nicht bei mir, immer war es mehr als vorher.

In diesem Jahr habe ich jedoch eine Art Ernährungsplan. 5 fest geplante Mahlzeiten und abends gar keine Kohlehydrate. Das funktioniert bisher sehr gut und man merkt, dass man gar nicht so viel „extra“ laden muss für die langen Läufe, sondern eher schauen, was man isst. Das reicht schon. Der Körper gewöhnt sich dann von selbst daran.

JA und los geht´s zu meinem langen Lauf – 17km sollen es werden – durch den Oftersheimer Wald (kann ich nur empfehlen – schöne Laufstrecken).