Emil Leuchtner hatte bereits vor dem Stabhochsprung einen intensiven Wettkampftag hinter sich und überzeugte im Sprint, Weitsprung sowie Kugelstoßen mit sehr guten Leistungen. Im Stabhochsprung steigerte er sich anschließend auf eine neue persönliche Bestleistung von 2,92 m. Besonders bemerkenswert waren seine aussichtsreichen Versuche über 3,02 m – eine Höhe, die in den kommenden Wochen sicherlich fallen kann. Die Entwicklung zeigt klar nach oben.
Auch Ellie Franke präsentierte sich stark und stellte mit 2,82 m eine neue persönliche Bestleistung auf. Ihre Versuche an der nächsten Höhe waren vielversprechend und lassen erkennen, dass hier noch weiteres Potenzial vorhanden ist, das in den kommenden Wettkämpfen sicher ausgeschöpft wird.
Für Emma Gense war es ein intensives Wochenende: Am Vortag unterstützte sie noch tatkräftig bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen, ehe sie in Mannheim selbst an den Start ging. Mit übersprungenen 3,42 m stellte sie eine neue persönliche Bestleistung auf – scheinbar mühelos überquert. Bei 3,52 m blieb es diesmal ohne gültigen Versuch, dennoch ist der deutliche Fortschritt der vergangenen Wochen klar erkennbar und stimmt optimistisch für die kommenden Aufgaben.
Trainer Kai Winemann griff diesmal selbst zum Stab und überquerte starke 4,60 m – ein sportliches Ausrufezeichen und zugleich Motivation für die gesamte Trainingsgruppe.
Einen weiteren Höhepunkt setzte Hannah Burk. Vor zwei Wochen hatte sie mit 3,71 m einen neuen badischen Rekord aufgestellt. In Mannheim überquerte sie 3,62 m und bestätigte damit eindrucksvoll die Stabilisierung auf ihrem neuen Leistungsniveau. Auch wenn sie sich selbst noch etwas mehr vorgenommen hatte, zeigt die Konstanz auf dieser Höhe ihre enorme Entwicklung.
Drei neue Weltrekorde in einem Wettkampf: Marie Leuchtner unaufhaltsam
Den absoluten Höhepunkt der Veranstaltung lieferte jedoch Marie Leuchtner. Die der Altersklasse W11 angehörende Ausnahmeathletin begann ihren Wettkampf souverän und meisterte 2,82 m, 3,02 m und 3,22 m jeweils im ersten Versuch. Mit 3,22 m verbesserte sie bereits ihren eigenen inoffiziellen Weltrekord für Zehnjährige. Doch damit nicht genug: Auch 3,32 m überquerte sie direkt im ersten Versuch und schraubte die Bestmarke weiter nach oben.
Und Marie setzte noch einen drauf: Auch 3,42 m meisterte sie im ersten Versuch – eine in diesem Alter außergewöhnliche und überragende Leistung. Damit steht der neue inoffizielle Weltrekord nun bei 3,42 m. Innerhalb eines einzigen Wettkampfes verbesserte sie ihre bisherige Bestmarke um beeindruckende 22 cm. Zusätzlich stellte sie neben dem Rekord in ihrer Altersklasse auch neue badische Rekorde in den Altersklassen W12 und W13 auf – eine Leistung, die ihre Sonderstellung eindrucksvoll unterstreicht.
Unterstützt wurde das Team lautstark von der frisch gebackenen Deutschen Jugendmeisterin Eva Marie Weisbrodt sowie der Viertplatzierten der Deutschen Jugendmeisterschaften Mira Drißler. Der große Teamzusammenhalt, das gegenseitige Anfeuern und die gemeinsame Begeisterung sind ein entscheidender Faktor für solche außergewöhnlichen Leistungen.
Ein Wettkampftag, der nicht nur durch Rekorde und Bestleistungen glänzte, sondern auch durch den starken Zusammenhalt der gesamten Trainingsgruppe. Voll und ganz zufrieden zeigte sich auch Coach Kai Winnemann: „Das ganze Team leistet unglaubliche Arbeit. Die Unterstützung der Athletinnen und Athleten untereinander, aber auch der Eltern und Kampfrichter ist ein großer Erfolgsfaktor.“

