29. Juli 2026

MTG Athleten Mabry und Batz erfüllen bei DM die Erwartungen

Yemisi Mabry und Simon Batz von der MTG Mannheim wurden bei den deutschen Meisterschaften ihrer Favoritenrolle gerecht: Die Kugelstoß-Olympiasiegerin von 2024 holte ihren dritten, der Weitspringer sogar seinen vierten Titel in Folge. Gold gewann auch der in Mannheim trainierende Sprinter Owen Ansah, für die MTG gab es bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe zudem drei vierte Plätze.

Für einen der großen Momente in Wattenscheid sorgte Simon Batz, denn er flog zu seiner neuen persönlichen Bestleistung von 8,29 m – elf Zentimeter weiter als in der Halle 2024 und 17 Zentimeter weiter als vor zwei Wochen in Budapest. Seit 2009 sprang bei einer DM niemand weiter als der 23-Jährige. Mit 8,49 m gewann damals sein Trainer Sebastian Bayer. Schnell hatte sich Batz mit 8,03 m, und 8,07 an die Spitze gesetzt, bevor er im fünften Versuch das ganze Lohrheide-Stadion begeisterte. „Die Tribüne am Weitsprung war unfassbar. Wir konnten die Energie wirklich aufsaugen“, sagte Batz nach seinem meisterlichen Satz im Lohrheidestadion.

Auch Mabry ließ sich vom Publikum animieren. Die 27-Jährige, die ihren Fokus bereits auf die EM in Birmingham gelegt hat, war aber nicht mit jedem ihrer Versuche zufrieden. Doch die 19,04 m im zweiten Durchgang ließ sie gelten und dominierte das Feld mit diesem einzigen Stoß über 19 Meter klar.

Für das Sprint-Quartett aus dem Mannheimer Bundesstützpunkt lief in den Vorläufen über 100 m noch alles nach Plan: Das MTG-Duo Robin Ganter (10,25 sec) und Sina Kammerschmitt (11,41) sowie Ansah (10,22) und Lucas Ansah-Peprah (10,38) – die beiden Hamburger in Sebastian Bayers Trainingsgruppe – qualifizierten sich problemlos für die nächste Runde. Im gemeinsamen Halbfinale machte das Männer-Trio die Endrunde mit den drei Top-Zeiten perfekt (Ansah 10,20 sec, Ganter 10,20, Ansah-Peprah 10,24). Als Dritte bei den Frauen bot sich auch Kammerschmitt eine Medaillenchance.

Doch die Finals endeten nicht ganz nach Wunsch. Während Ansah nervenstark den jüngsten Diskussionen um seine nicht gegebene Dopingprobe trotzte und in 10,00 sec zum Titel lief, verpasste Ganter (10,21 sec) das Podium hinter den beiden Wetzlarern Heiko Gussmann (10,06) und Kevin Kranz (10,16) knapp. Ansah-Peprah wurde Sechster (10,25), Kammerschmitt wegen eines Fehlstarts disqualifiziert.

Im Generationenkampf der Hürdensprinterinnen meisterten die MTG’lerinnen Ricarda Lobe (13,00) und Hawa Jalloh (13,22) ihre Halbfinals mit Saisonbestleistungen und jeweils Rang zwei. Die Favoritinnen im Endlauf waren jedoch andere. Aber die 31-jährige Lobe nahm den Kampf an, steigerte ihre SB nochmals auf 12,86 sec. Doch gegen die Weltklasseleistung der Leverkusenerin Franziska Schuster (12,69) hatte die Titelverteidigerin keine Chance. Hinter Rosina Schneider (TV Sulz/12,81) und Lia Flatow (Rostock, PB 12,83) wurde sie Vierte, Jalloh im hochkarätigen Finale mit fünf Zeiten unter 13 Sekunden Achte. Der Dreisprung der Männer litt unter permanent wechselnden Winden. In seinem erst zweiten Saisonwettkampf schlug sich der 19-jährige Peter Osazee (MTG) als Vierter mit 15,31 m sehr ordentlich.

Quelle: Mannheimer Morgen 27.7.26