26. Mai 2024

Line bei der Challenge St. Pölten

Um 7:50 Uhr fiel für Line der Startschuss.

Es galt 1,9km zu Schwimmen, davon 900m im Großen Viehofner See, gefolgt von 1km im Ratzersdorfer See. Dazwischen lagen 250m Laufen. Die etwas andere Schwimmerfahrung, aber definitiv nicht im schlechten Sinne. Also, etwas weniger elegant ging es ins Wasser von See Nummer 1 gestiegen. Wie immer brauchte es etwas, bis Line in so etwas wie einen Rhythmus gefunden hatte, aber diesmal ging es deutlich schneller und besser als bei jedem Schwimmen zuvor. Und so verflogen die ersten 900m förmlich, wenngleich sie findet, dass sie mit 20:32min echt lange unterwegs war. Es ging also raus aus dem Wasser und 250m zum anderen See, und wieder elegant ins Wasser geplumpst. Das mit dem Kopfsprung muss im Training nochmal geübt werden. Weitere 1000m galt es zu schwimmen und liefen die doch besser als gedacht mit 18:08 Minuten. Auf zur T1. Der Weg schien ewig lang und mit kurzer Dixi Pause, das Rad in der falschen Reihe suchen und bald falsch aus der Wechselzone laufen, kann sich die Wechselzeit nicht sehen lassen. Aber was soll’s, wir machen das schließlich nur für uns selbst, wenngleich die Zeit hier leider stark auf die Gesamtzeit einzahlt.

Weiter ging es nun also auf die 90km lange Radstrecke mit knapp 900 Höhenmetern. Das besondere hier, die Autobahn wurde extra für die Athleten gesperrt, sodass die ersten 20km auf feinstem Asphalt und freier Strecke absolviert werden konnten. Leider waren die Straßen waren vom Regen am frühen Morgen noch gut nass, sodass die ersten 25km wenig angenehm waren, die Füße gut nass wurden und die fehlende Sonne und der Wind machten die Lage nicht angenehmer. Mit dem ersten Anstieg wurde es dann aber doch schnell warm und kam der Spaß zurück. Mit viel Respekt ging nach 1,5km Kletterei auch schon wieder bergab. Weiter ging es in die schöne Weinregion Wachau, entlang der Weinberge und an der Donau, fand Line ein gutes Tempo und hatte bald etwas Sorge sich vor dem folgenden Anstieg um Kilometer 60 herum, über 8km mit teilweise 11% Steigung abzuschießen. Aber tatsächlich fand sie noch gute Beine und konnte einige Plätze gut machen. Nach einer gefühlten Ewigkeit bergan, ging es in eine lange Abfahrt, die einfach nur Spaß gemacht hat und für den langen Anstieg entschädigt haben. Ein letzter knackiger Anstieg von 1,5km, gefolgt von einer kurzen Abfahrt, rundeten den Radkurs ab, bevor es dann mit Vollgas in Richtung T2 ging. Mit 3:07:04h ist sie mehr als zufrieden. Diesmal den Stellplatz schneller gefunden und um einiges besser gewechselt, ging es also auf die Laufstrecke.

2 Runden á 10,5km führten entlang des Baches Traisen in das Regierungsviertel und die Altstadt und wieder zurück ins Stadion. Eine flache und gut laufbare Strecke. Jetzt war nur zu hoffen, dass die Beine nicht zu platt sind. Line lief ungewollt mit einer 4:30 recht schnell an, was sich gut anfühlte, aber nicht lange halten sollte – das war aber keine Überraschung für sie und kennen wir das vermutlich alle. So lief sie dennoch bis km 13 recht konstant mit einem 4:50er Schnitt, bis die Müdigkeit in den Beinen schließlich doch nur noch einen langsameren Schnitt von knapp über 5:00min/km zuließen. Aber das war egal, denn das heimliche Ziel war es, den Halbmarathon in unter 1:45h nach Hause zu bringen und mit einer Durchnittspace von 4:59min/km hat das grandios funktioniert. Mit einem fetten Grinsen ging es auf die Zielgerade. Und dann fehlen das noch 100te Details, Glücksmomente und Begegnungen, die den Tag und das Rennen einfach wundervoll gemacht haben.

Wenn jemand also eine von A bis Z top organisierte Mitteldistanz sucht, mit wunderschönen Strecken, die früh im Jahr ist, dem kann Line einen Ausflug nach St. Pölten nur ans Herz legen. Sie wird  den Tag jedenfalls gut in Erinnerung behalten.